Dass die angebliche Dreieinigkeit Gottes in der Bibel nirgendwo beim Namen genannt wird, ist für manche kein Beweis gegen diese Lehre. Nun ist es aber so, dass alle eben erwähnten Schriftstellen völlig anders lauten müssten, wenn Gott wirklich dreieinig wäre. Nehmen wir als Beispiel:

LB, 1. Korinther 8:6

so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.

Fiktive Trinitätsbibel FTB, 1. Korinther 8:6

so haben wir doch nur einen Gott und Herrn, Jesus Christus, der da ist Vater, Sohn und Heiliger Geist, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm und durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.



Diese Schriftstellen müssten also in allen von mir verglichenen Bibeln völlig falsch übersetzt worden sein. Wie gross ist wohl diese Wahrscheinlichkeit?

Nein, das Wort Dreieinigkeit kommt in der Bibel nicht vor, weil es da auch nicht hingehört. Die Trinitätslehre ist eindeutig eine Überlieferung der Menschen, eingeführt von der Geistlichkeit der katholischen Kirche im 4. Jahrhundert, auf Wunsch der damaligen Kaiser des Römischen Reiches. Was Jesus darüber sagte, hat der Bibelschreiber Markus festgehalten:

EÜ, Markus 7:7-9

Es ist sinnlos, wie sie mich verehren; was sie lehren, sind Satzungen von Menschen. 8Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung der Menschen. 9Und weiter sagte Jesus: Sehr geschickt setzt ihr Gottes Gebot außer Kraft und haltet euch an eure eigene Überlieferung.



Manche wollen die Trinitätslehre um keinen Preis aufgeben und versuchen sie deshalb neu zu erfinden, indem sie beispielsweise sagen, die "drei" seien lediglich in Einheit verbunden. Doch es gibt keine zwei verschiedenen Dreieinigkeitslehren, die katholische Kirche hat sie genauestens definiert, die Europäische Evangelische Allianz sagt in anderen Worten formuliert genau dasselbe.

Es ist also sinnlos, diese Lehre durch eine abgeschwächte Wortwahl an die Bibel anpassen zu wollen, denn damit begeht man nur denselben "geschickten" Fehler noch einmal, den die katholischen Geistlichen damals an den Konzilen von Nizäa und Konstantinopel machten und macht sich mitschuldig an der Verwirrung, die heutzutage herrscht.



Die verzweifelten Versuche, die Dreifaltigkeit durch unbiblische Vergleiche mit den drei Aggregatzuständen von Wasser oder mit Kleeblättern und anderen dreiteiligen Dingen erklären zu wollen, machen diese Lüge auch nicht biblischer. Die einzige Ausflucht, die noch bleibt, ist zu behaupten, die Identität Gottes sei halt ein Geheimnis, ein Mysterium, welches der Mensch nicht begreifen kann.

Doch das widerspricht eindeutig der Bibel. Wenn man Gott und Jesus nicht erkennen könnte, würde es auch keine Hoffnung auf ewiges Leben geben:

ME; Johannes 17:3

Darin besteht aber das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.

 

Was jemand, der klaren Verstandes ist, wirklich nicht begreifen kann ist, wie sogenannte Christen denken können, Jesus Christus hätte etwas derart Wichtiges zu erwähnen vergessen und Menschen wie Konstantin und Theodosius hätten diesen vermeintlichen "Fehler" über 300 Jahre später noch korrigieren müssen.



Jesus Christus hat seine Beziehung zu Jahwe stets so zum Ausdruck gebracht, dass wir sie bestens nachvollziehen können. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wäre für uns Menschen doch so einfach zu verstehen gewesen.

Wieso nur wollen einige lieber an den Lügen der römischen Kaiser des 4. Jahrhunderts festhalten, an einem für den Menschen unbegreifbaren Heidenmärchen?